Opti Worlds 2017: Mission Titelverteidigung


Vom 11. bis 21. Juli 2017 findet in Thailand die Optimist WM statt. Die Schweiz geht bereits zum zweiten Mal als Titelverteidiger an den Start: Nach dem WM-Titel von Nicolas Rolaz (Jg. 1999, CNM/SNR) im Jahr 2014, notabene dem erste Schweizer Opti-Weltmeistertitel in der Geschichte des Segelsports, hat Max Wallenberg (Jg. 2001, SNG) sich vergangenes Jahr im portugiesischen Vilamoura ebenfalls zum Weltmeister gekrönt. Dieses Jahr ist die Schweiz mit folgenden fünf hoffnungsvollen Segeltalenten dabei: Maxim Dneprov (Jg. 2002, SCC); Arnaud Grange (Jg. 2001, SNG); Adrian Surroca (Jg. 2002, SNG); Anja von Allmen (Jg. 2003, RCO/YCSp); sowie Maxime Thommen (Jg. 2004, YCZ). Ihre Konkurrenz im Kampf um den Weltmeistertitel 2017 ist gross: Insgesamt werden 62 Nationen mit nicht weniger als 280 Seglerinnen und Seglern in Pattaya vertreten sein.

v.l.n.r. Adrian Surroca, Arnaud Grange, Maxime Thommen, Maxim Dneprov und Anja von Allmen

Die Chancen der Schweizer Segler stehen gut – zurzeit gehört die Schweiz in der Miami Herald Trophy von IODA zu den Top 8 Nationen, wie uns Swiss Optimist-Präsident Alberto Casco, neugewähltes Vorstandsmitglied von Swiss Sailing, erzählt hat. Wir haben ihn in einem kurzen Interview dazu befragt, warum die Schweiz, notabene einen Binnennation, so erfolgreich ist. Und welches die Ziele und Erwartungen an das Schweizer Team sind.

Alberto Casco, die Schweiz hat im Optisegeln innert kurzer Zeit gleich zwei Weltmeistertitel gewonnen. Was sind die Gründe für diesen Erfolg? Es sind verschiedene Puzzleteile zusammengekommen. In den Clubs und Regionen wird hervorragende Basisarbeit geleistet. Und dann ist es auch die Kontinuität, die zum Erfolg geführt hat: Seit mehreren Jahren arbeiten nicht nur dieselben Spitzentrainer mit dem A- und B-Kader der Swiss Sailing Team im TalentPool und den Events zusammen, es sind auch immer die gleichen Teamleader dabei. Diese Personen bilden das wichtige Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft. Sie repräsentieren das Team und kümmern sich um das Backoffice sowie um das Wohl der Kinder, sodass sich die Trainer voll auf ihre Arbeit auf dem Wasser konzentrieren können. Das bringt Ruhe ins Team und schafft zudem eine starke Vertrauensbasis zwischen den Akteuren.

Welches sind Ihre Erwartungen an die Schweizer Delegation im Hinblick auf die Opti WM? Unsere Delegation geht mit Stolz als amtierende Weltmeister nach Thailand, wir haben uns bestmöglich auf diesen Event vorbereitet. Zurzeit gehören die Schweizer Optimisten in der Nationenwertung, der Miami Herald Trophy von IODA, zu den Top-8 Teams dieser Welt. Es wäre wünschenswert, wenn wir dieses Resultat bestätigen könnten. Nach der Qualifikations-Serie hoffen wir, dass möglichst viele Schweizer Segler in der Gold- oder Silbergruppe die Finals bestreiten können.

Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten? Ich selber werde nicht nach Thailand reisen können, da ich zurzeit mit der Einarbeitung in die Aufgaben des Zentralvorstandes von Swiss Sailing beschäftigt bin. Jedoch freue ich mich auf die Berichterstattung und speziell auf das „Livetracking“, welches immer wieder spannend und nervenaufreiben ist. Persönlich bin ich überzeugt, dass die Schweizer Optimisten in Thailand für die Schweiz mit Stolz um Ehre und Ruhm segeln werden. 

Was wird für die jungen Seglerinnen und Segler die grösste Herausforderung sein? Die lokalen Verhältnisse mit über 80% Luftfeuchtigkeit und starker Sonne sind eine grosse Herausforderung für die jungen Segler. Ausserdem muss der Ernährung wie auch dem Segelrevier grösste Beachtung geschenkt werden. Wie gesagt haben wir uns bestmöglich vorbereit, u.a. mit einem Strömungsmessgerät der SST für unseren Trainer Antonis und den Informationen von Beat Heinz, einem Schweizer Mitglied des Varuna Yacht Clubs, dem lokalen Veranstalter dieser WM in Thailand.

Links zur WM:

Web der WM: http://2017worlds.optiworld.org/en/default/races/race
CH-Blog: http://suiwm17.weebly.com