«SUI Sailing Certified School» - eine gute und sichere Sache!


Wer in der Schweiz segeln lernen möchte, hat bei der Auswahl der passenden Segelschule die Wahl der Qual: Auf dem Markt tummeln sich zahlreiche Segelschulen. Nur: Welche Schule ist qualifiziert und erfüllt die Anforderungen betreffend Sicherheit und Unterrichtsqualität? Einer, der es wissen muss, ist Adrian von Gunten. Er führt nicht nur eine eigene Segelschule, sondern ist als Chef Ausbildung beim VSMS, dem Dachverband der Motor- und Segelbootfahrschulen, sozusagen oberster Segellehrer der Schweiz.

Dass der Nidauer seinen Traum verwirklichen und seine Passion zum Beruf machen konnte, hat der heute 50-jährige einem Zufall zu verdanken: «Vor knapp zwanzig Jahren entdeckte ich mehr oder weniger per Zufall das Job-Inserat einer Segelschule, welche Saison-Segellehrer suchte», erzählt Adrian von Gunten. Eine Bewerbung und zwei Jahre später habe er sich im Jahr 2003 schliesslich mit der eigenen Segelschule selbständig gemacht – der Joran-Biel GmbH Sportsegel- und Motorboot-Schule. Adrian von Gunten’s Segelschule ist eine von zurzeit sieben Segelschulen, die das Qualitätslabel «SUI Sailing Certified School» tragen dürfen. Was bedeutet dieses Label aber überhaupt?

 

Qualitätslabel «SUI Sailing Certified School»: Garant für Sicherheit und hohe Unterrichtsqualität

Seit rund fünf Jahren können sich Segelschulen zertifizieren lassen. Das Qualitätslabel «SUI Sailing Certified School» besagt, dass die entsprechende Segelschule in Sachen Unterricht, Sicherheit, Material und Auftritt einen von Swiss Sailing geforderten Standard pflegt. Die Sportsegel- und Motorboot-Schule Joran-Biel trägt das Label seit 2016 und wurde erst kürzlich für weitere vier Jahre re-zertifiziert. Die Frage, ob die Zertifizierung Grund dafür ist, dass Segelschüler seine Segelschule wählen, um Segeln zu lernen, verneint Adrian von Gunten jedoch klar: «Dafür ist das Label noch zu wenig bekannt. » Die wenigsten Kunden wüssten, dass es ein solches Label für Segelschulen gebe. «Da wünschen wir uns seitens Verband eine stärkere Lobbyarbeit. » Das Label an sich sei nämlich eine gute Sache: «Das Label garantiert, dass in Sachen Sicherheit und Bootshandling ein bestimmter Standard eingehalten wird», so Adrian von Gunten. Er selber lege in Sachen Sicherheit und Bootshandling beispielsweise ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Boote immer gut gewartet und unterhalten werden. «Unsere SegellehrerInnen und unsere Kunden tragen zudem immer eine Rettungsweste». Ebenfalls wichtig: Den Segelausflug stets gut planen! Dazu gehöre, dass man immer einen Plan B im Hinterkopf hat und vorausschauend manövriert.

 

…und in Zeiten von Covid-19?

Punkto Sicherheit gilt es gerade in Zeiten von Covid-19, zusätzliche Schutzmassnahmen einzuhalten. Wie funktioniert das in der Segelschule Joran-Biel? «Wir haben von unserem Berufsverband VSMS ein Schutzkonzept, welches wir konsequent umsetzen und anwenden», erklärt Adrian von Gunten. Dazu gehöre zum Beispiel das regelmässige Desinfizieren der Boote und der Räumlichkeiten sowie selbstverständlich die Handhygiene sowie - nach Möglichkeit - das Abstand halten. «Am schwersten fiel mir anfänglich, bei der Begrüssung der Kundschaft auf das sympathische Händeschütteln zu verzichten...», gesteht Adrian von Gunten. Aber so ging es wohl vielen….

 

Traumberuf «Segellehrer»: Eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit

Auf die Frage, was ihn an seinem Beruf am meisten fasziniere, muss Adrian von Gunten nicht lange überlegen: «Ich finde es spannend, mit Menschen zusammen zu arbeiten und sich dabei immer wieder neu als Team auf dem Schiff zu finden. Ausserdem geniesse ich es, bei jeder Jahreszeit draussen in der Natur zu sein und mich mit den Elementen Wasser und Wind auseinander zu setzen. » Natürlich sei der Beruf als Segellehrer auch mit Herausforderungen verbunden: «Zum einen gilt es, das Wetter stets richtig einzuschätzen und die Sicherheit aller Beteiligten zu garantieren», erklärt Adrian. Und dann seien da noch die verschiedenen Bedürfnisse und Niveauunterschiede der Kunden, denen es gerecht zu werden gilt. «Aber genau das macht den Job als Segellehrer spannend und abwechslungsreich! » Ausserdem gäbe es da noch diese typischen Glücksmomente im Leben eines Segel- resp. Bootsfahrlehrers: «Bei einem schönen Abendwind – am Bielersee ist das der Joran - mit der ganzen Flotten zu segeln und dabei in die strahlenden Gesichter der Kunden zu schauen – was gibt es Schöneres! » Die Augen von Adrian von Gunten strahlen, während er das sagt. Kein Zweifel, da hat jemand seinen Traumberuf gefunden….

 

Der Weg zum eidgenössisch anerkannten Segellehrer

Apropos Traumberuf: Welchen Rat gibt der Chef Ausbildung im VSMS jemandem, der seine Passion ebenfalls zum Beruf machen und Segellehrer werden möchte? «Ganz einfach: Nach dem Segelschein viel segeln und möglichst viel Erfahrung sammeln. Und danach den Ausbildungsweg des Berufsverbands VSMS (mehr dazu hier) in Angriff nehmen.»

 


Weitere Informationen:

Infos zum Qualitätslabel «SUI Sailing Certified School»

Übersicht zertifizierte Segelschulen

Joran-Biel GmbH Sportsegel- und Motorboot-Schule

Der Weg zum Segellehrer 

Verbandsschule Segel- und Bootsfahrlehrer Schweiz VSBS: Als Berufsschule ist die VSBS die nationale Instanz für die fachliche Aus- und Weiterbildung für professionelle Bootsfahr- und Segellehrern/innen sowie für Bootsfahr- und Segelschulleitern/innen und richtet sich mit ihren Angeboten vor allem an diese Berufsgruppe. D.h. die VSBS widmet sich der Aus- und Weiterbildung für professionelle Ausbilder/innen und bereitet u.a. engagierte und routinierte Segler/innen und Motorbootfahrer/innen auf die eidgenössische Berufsprüfung vor.

Verband der Schweizerischen Motorboot und Segelschulen VSMS: Der Verband der Schweizerischen Motorboot und Segelschulen VSMS ist die nationale Berufsorganisation der professionellen Ausbildner im Bootssport. Der grösste Berufsverband für Motorboot- und Segelbootschulen der Schweiz ist in Landesteilen organisiert und pflegt den regionalen Kontakt untereinander sowie zu den lokalen Behörden. Als Berufsverband vertritt der VSMS auf Bundesebene die speziellen Interessen unseres Berufsstandes und die generellen Anliegen der Bootssportler gegenüber den öffentlichen Institutionen.