eSailing Nations Cup: Kick Off mit intensiven Kämpfen


Am Samstagabend, 10. Oktober, hat die erste Runde des eSailing Nations Cup stattgefunden. Beim erstmals ausgetragenen eSailing Nations Cup kämpfen 13 Nationen im K.O.-System um den Titel als weltbeste eSailing Nation. Die Schweizer eSailing Nationalmannschaft rund um Team Captain Mélanie Maradan war von der ersten Sekunde an gefordert - und hat sich gut geschlagen: Die Schweiz wurde 7. Nächster Gegner ist Deutschland, das Race findet am Mittwochabend um 22 Uhr statt und kann live mitverfolgt werden (Facebook: https://www.facebook.com/eSailingWorldChampionship / YouTube: http://bit.ly/esailingonyoutube).

Die erste Runde fand im Fleet Race Modus statt. Die Schweizer waren von Anfang an gefordert, die Rennen waren schwierig, das Niveau relativ hoch. Eine spezielle Herausforderung waren die vielen Boote an den Bojen und die Aggressivität, was zu vielen Strafen führte. Dennoch, das Schweizer Team darf mit einem 7. Rang beim Auftakt zufrieden sein (Zum Klassement). Am Mittwoch 14. Oktober 2020 folgt STAGE 2. Gegner der Schweiz in dieser zweiten Knock-out Runde ist Deutschland.

Ihr habt erst am Finale der eSailing Schweizermeisterschaft erfahren, dass ihr die Schweiz am eSailing Nations Cup vertreten werdet, also relativ kurzfristig. Wie habt ihr euch auf dieses neue Format vorbereitet?

Team Captain Melanie Maradan: «Ich war selbst erstaunt, wie motiviert die Teammitglieder sind. Das Team hat jeden einzigen Abend vor der Fleet Races fleissig trainiert! Wir haben auch erst sehr spät von World Sailing erfahren, dass wir Reservespieler miteinbeziehen dürfen und konnten zum Glück zwei Tage vor dem Start drei weitere Spieler aus dem Top20 im Team willkommen heissen, inklusive einer Yngling-Meisterin, die ein hohes Niveau aufweist bzw. mich für bestimmte Rennen als Frau ersetzen kann. Ohne das kurzfristige Einspringen von Yuzu und Flying Palomino hätten wir am letzten Samstag DNS bekommen...»

Wie lautet euer Fazit nach der ersten Runde, die ihr auf Rang 7 und damit im guten Mittelfeld abgeschlossen habt?

Helmer Schweizer alias H of S: «Es geht, es ist alles sehr eng und alle sind gut. Wir haben rasch mal zehn Plätze gewonnen, aber auch wieder verloren. Ganz wichtig ist der Start, da darf man bloss keinen Penalty bekommen. Beim Auftakt am Samstag war’s auch so, dass eine Seite immer viel mehr Wind hatte, inklusive Dreher. Zusammenfassend gesagt hatten wir gute, regelmässige Resultate, lagen zwischenzeitlich ja auch einmal auf Platz 1, mussten dann aber leider auch ein paar weniger gute Läufe verbuchen.

H of S, was lief deiner Meinung nach besonders gut? Woran müsst ihr noch arbeiten?

Was super ist: Es sind alle top motiviert! Hilfreich wäre sicher eine bessere Kommunikation während des Races. Eine Option wäre beispielsweise ein Coaching von aussen. So wie es Deutschland macht…

Als nächster Gegner wartet am Mittwoch Deutschland. Was ist von diesem Gegner zu erwarten? Und was ist euer Erfolgsrezept?

H of S: Die letzten Trainings mit anderen Teams haben gezeigt, dass wir uns auf teils sehr aggressives Segeln einstellen müssen, und zwar nach VR Regeln, welche nicht immer mit WR übereinstimmen. Zu erwarten ist, dass es viele Penalties geben wird, vor allem in den Matches, vielleicht weniger in den 10 v 10. Deutschland ist sicher sehr stark, viele haben neben der Championship auf VR auch Segelbundesliga gesegelt. Unser Erfolgsrezept? Konzentriert bleiben, einander helfen, Penalties vermeiden und kommunizieren…

Letzte Frage: Was zeichnet das Swiss eSailing National Team neben dem sportlichen Aspekt noch aus?

Amtierender eSailing Schweizermeister «Quappi»: «Ich bin beeindruckt vom Spirit, der im Team herrscht. Fantastisch, was unser Team Captain in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt hat! Die Trainings sind super organisiert und die Leute machen mit Begeisterung mit. Melanies’ Enthusiasmus ist ansteckend und treibt das Team voran!»


Die Schweizer eSailing Nationalmannschaft 2020

Mannschaftskapitän Mélanie Maradan

Amtierender Schweizer eSailing-Meister Christian Ettel alias quappi

Arno Schneider alias Actually a nonsailor

Michael Minder alias MoonFlower

Arnaud Simonet alias Stripes

Daniel Scheu alias Celestial Storm

Vincent Egli alias che66er          

Thierry Pfister alias YinYang      

Helmer Schweizer alias H von S

Ludovic Siegwart alias Ludo

 

Und die Schweizer Reservespieler

Sandra Schaer alias Yuzu

Markus Leist alias Flying Palomino

Giovanni Müller alias gio54