Tempest: Weiterer Titel für Cornelia und Ruedi Christen?


Am nächsten Wochenende trägt die Swiss Tempest Association in Biel (Nidau) die diesjährige internationale Klassenmeisterschaft aus. 11 Boote, alle aus der Schweiz, sind gemeldet. Als Favoriten gehen Ruedi und Cornelia Christen vom Thunersee Yachtclub an den Start. Gejagt werden sie vom Hallwiler Duo Suter/Hochuli, das ihnen letztes Jahr den Titel wegschnappen konnte.

In der Schweizer Tempest-Szene gilt eine klare Hierarchie: Cornelia Christen und ihr Ehemann, der ehemalige Swiss Sailing Geschäftsführer Ruedi Christen, sind die unbestrittenen Champions, sie haben auch diese Saison fast alle Schweizer Tempest-Regatten gewonnen. Das Duo Mario Suter/Andreas Hochueli vom Segelclub Hallwil gilt als unbestrittene Nummer Zwei. Letztes Jahr ist es den Aargauern aber gelungen, an der Klassenmeisterschaft auf dem Ägerisee den sieggewohnten Thunern den Titel wegzuschnappen. Das Ehepaar Christen hatte erst zwei Wochen vorher in Südfrankreich den Weltmeistertitel geholt und wirkte an der KM müde. «Dieses Jahr sind wir nicht so ausgelaugt von der Weltmeisterschaft wie letztes Jahr. Mario und Andreas sind Titelverteidiger, wir können angreifen und haben nichts zu verlieren. Taktisch gut und schnell segeln sind das einzige Mittel», meint Cornelia Christen fügt aber an, «das können Mario und Andreas auch. Und das können aber auch noch andere Crews, zum Beispiel Andre Dolder und Pia Zihlmann, die diese Saison schon zweimal eine Schwerpunktregatta gewonnen haben.»

Ob Cornelia und Ruedi Christen dieses Jahr ihrer Favoritenrolle auf dem Bielersee besser gerecht werden, wird sich zeigen. Die Meisterschaft, bei der von Freitag bis Sonntag maximal neun Läufe gesegelt werden, wird durch den Yachtclub Bielersee organisiert. Das Einwassern und die Registrierung findet im Barkenhafen Nidau statt. Von dort werden die Jachten in den Hafen Wingreis/Engelberg zum Ausgangspunkt der Regatten geschleppt.

Text: Walter Rudin

Bilder: Walter Rudin (Eurocup Brunnen, August 2018)