SST: «Young and hungry» an der Trofeo Princesa Sofia


Das Swiss Sailing Team sah sich an der 50. Ausgabe der Trofeo Princesa Sofia in Palma, welche die europäische Regattasaison eröffnet hat, mit komplizierten Bedingungen konfrontiert: Anfangs Woche herrschte Flaute, gegen Ende Woche hingegen hatten die Athleten mit starken und wechselhaften Strömungen und hohem Wellengang zu kämpfen. Am wenigsten Mühe damit bekundeten Maud Jayet (SNG) und Mateo Sanz Lanz (GYC). Sie qualifizierten sich beide souverän für das Medal Race. Aber auch der SST-Nachwuchs zeigte vielversprechende Leistungen.

Maud Jayet (SNG, Laser Radial) und Mateo Sanz Lanz (GYC, RS:X) zeigten beide trotz wechselhafter Bedingungen eine starke Leistung und qualifizierten sich beide für das Medal Race. Mit einem ausgezeichneten zweiten Rang in der letzten Wettfahrt gelang Kilian Wagen (CNP) und Grégoire Siegwart (CNM) bei den 470 ebenfalls eine super Leistung. Das noch junge Team Maxime Bachelin und Arno De Planta (beide CVV) qualifizierte sich zudem im 49er erstmals für die Gold Fleet. SST-Teamchef Tom Reulein: «Die Coolness und Entschlossenheit, mit der Maxime und Arno ans Werk gegangen sind, hat mich beeindruckt. Mit ihrem neuen Coach Marcos Lamas haben sie richtig grosse Fortschritte gemacht! Entsprechend ist es nur logisch, dass die beiden auch mal etablierten Teams wie Schneiter/Cujean einheizen können.»

Der SST-Nachwuchs: «Young and hungry»

Überhaupt haben die jungen Schweizer Segler – insgesamt war die Schweiz mit 18 Booten am Start - ein paar ausgezeichnete Wettfahrten gezeigt, was ein gutes Zeichen für die Zukunft des Schweizer Elitesegelsport ist. Das bestätigt auch SST-Teamchef Tom Reulein: «Die Goldfleetqualifikationen von Maxime Bachelin/Arno de Planta sowie Rosine Baudet sind natürlich toll. Aber auch die Laser Standardsegler und unsere 470er Teams konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihnen helfen, ihren Trainingsprozess in den nächsten Wochen zu steuern und gegebenenfalls neue Prioritäten zu setzen.» In den leistungsstarken Fleets in Palma - kaum ein Weltklasseteam hat gefehlt – hätten die SST-Nachwuchsteams gelernt, wie aggressiv sie sich beispielsweis am Start durchsetzen müssen, um überhaupt eine Chance auf freien Wind in der Nachstartphase zu haben. «Das kommt ihnen dann an der Jugend-EM und Jugend-WM zu Gute», schliesst Tom Reulein.

«All in» für Genua

Während Mateo Sanz Lanz seit gestern an den RS:X Europameisterschaften auf Palma im Einsatz steht, gilt es für das Swiss Sailing Team ab Sonntag in Genua beim Weltcup ernst. Die SST-Delegation umfasst Schneiter Cujean 49er, Fahrni/Siegenthaler 470W, Maud Jayet Laser Radial sowie Siegwart/Wagen 470M. Welche Erwartungen hat Tom Reulein an die vier teilnehmenden Boote? «Nachdem wir nur Maud und Mateo in Palma im Medal Race hatten, ist das Ziel für den Weltcup in Genua relative klar: alle vier Teams in den TOP 10 !»  

Weitere Informationen über das Swiss Sailing Team: www.swiss-sailing-team.ch

Fotos: Sailing Energy