Miami: Auftakt zur Regatta-Saison 2019


Vom 27. Januar bis 3. Februar 2019 bietet sich beim Miami World Cup für das Swiss Sailing Team eine erste Gelegenheit, sich 2019 erstmals mit der Weltelite zu messen und zu sehen, wo die SST-Athleten im Vergleich mit der Konkurrenz stehen. «Der Weltcup in Miami ist immer so etwas wie eine Standortbestimmung in der Halbzeit des Wintertrainings», bestätigt auch SST-Teamchef Tom Reulein.

«Unsere Athleten und Trainer haben in den letzten drei Monaten richtig gut gearbeitet und in allen Leistungsbereichen Fortschritte gemacht. Dies sollte sich natürlich auch in den Ergebnissen widerspiegeln.» Das sei aber noch nicht alles: «Die Erfahrungen in Miami dienen aber auch dazu, die Saisonvorbereitung im Februar, März und April zu optimieren und sich den letzten Feinschliff für die europäische Wettkampfsaison zu holen», so Tom Reulein.

Die grösste Herausforderung in Miami: Zeitumstellung und Klimaunterschied

Die meisten SST-Athleten haben schon öfters vor Miami regattiert und verfügen somit über gute Revierkenntnisse. Eine besondere Herausforderung sei indes das Management der Zeit- und Klimaunterschiede. «Das ist jedes Jahr wieder ein Thema, welches eine unmittelbare Auswirkung auf die individuelle Leistung hat. Aber gerade im Hinblick auf den Wettkampfhöhepunkt in Japan, wo von 10. bis 22. August 2019 der Olympische Testevent in Enoshima auf dem Programm steht, ist es von entscheidender Bedeutung, die Zeitumstellung und den Klimaunterschied im Griff zu haben.» Entsprechend sei der World Cup in Miami für die Seglerinnen und Segler sozusagen ein guter Realitycheck.

 

Woran wurde in den vergangenen Monaten speziell gearbeitet?

 

Tom Reulein: «Jedes Team oder Einzelathlet arbeitet an seinen individuellen Zielen in der Leistungsentwicklung. Diese werden regelmässig zusammen mit den Trainern erarbeitet, überprüft und angepasst. Prinzipiell suchen wir aber in jedem Bereich der seglerischen Gesamtleistung nach Verbesserungspotentialen. Speed, Boathandling am Start, taktische Feldpositionierung, konditionelle Aspekte bei Hiking im Laser, Materialentwicklung, um nur einige zu nennen. Die Entwicklungsziele in einem so komplexen Sport wie dem Segeln gehen einem selten aus. Am Ende müssen unsere zehn Eliteathleten in der Lage sein, alle Trainingsfortschritte auch in einer Wettfahrt umzusetzen und versuchen, diese zu gewinnen!»

Was sind die Ziele für 2019?

 

Angesprochen auf die Ziele 2019 meint Tom Reulein, dass es in den kommenden Monaten zum einen darum gehe, mindestens die Nationenquoten im RS:X Windsurfen, im Finn sowie bei den 470er Damen und Herren zu sichern. Gute Chancen bestehen überdies auch im Laser Standard. «Zum anderen setzen wir alles daran, den positiven Trend aus 2018 – mit immerhin mehr als zehn Medal Race-Qualifikationen – fortzusetzen und an hochrangigen Events wie im Weltcup, der EM und WM noch öfter um Medaillen mitzusegeln.» Absoluter Höhepunkt sei aber das Olympischen Testevent (10. – 22. August) in Enoshima, anlässlich dessen eine TOP 5 Platzierung die vorzeitige Selektion für die Olympischen Spiele 2020 bedeutet – vorausgesetzt die Schweiz ist als Nation qualifiziert.

www.swiss-sailing-team.ch

www.miami.ussailing.org


Folgende AthletInnen von SST nehmen am Miami World Cup teil:

470M Kilian Wagen (CNP)/Grégoire Siegwart (CNM)

470W Linda Fahrni/Maja Siegenthaler (beide TYC)

49 Sebastien Schneiter/Lucien Cujean (beide SNG)

Finn Nils Theuninck (CNP/GYC)

Laser Men Eliot Merceron (GYC), Nicolas Rolaz (CNM)

Laser Radial Maud Jayet, Andrea Nordquist (beide SNG)

RS:X Men Mateo Sanz Lanz (GYC)

 

Photos: Sailing Energy