Die nominierten Segelteams

DAS GEWINNERTEAM KANN SICH ÜBER EIN WOCHENENDE IM HOTEL PARK GSTAAD FREUEN.

Linda Fahrni / Maja Siegenthaler

Die 26-jährige Linda Fahrni und die um ein Jahr jüngere Maja Siegenthaler (beide TYC) segeln seit 2008 gemeinsam, zuerst im 420er und seit 2011 im 470er. Die beiden Berner Oberländerinnen haben sich als eingespieltes Team an der Weltspitze etabliert, wo sie regelmässig Topresultate erzielen. 2017 gewannen sie den Test-Event in Aarhus und sicherten sich am World Cup in Hyères Rang 3. 2018 belegten die beiden SST-Nationalkaderathletinnen den dritten Platz an der Trofeo Princesa Sofia und erzielten an weiteren Regatten auf internationaler Ebene regelmässig Laufsiege. So auch an der WM in Aarhus, wo sie aber nach einem fulminanten Auftakt den sicher geglaubten Olympia-Nationenplatz aufgrund eines abgewiesenen Protests verloren. „Erfolg heisst einmal mehr aufstehen als hinfallen“: Nach diesem Motto werden Linda und Maja nächstes Jahr umso stärker zurückkommen.

Team Tilt

Das unglaubliche Abenteuer von Team Tilt geht weiter. Seit sich die Youngster zum Ziel gesetzt hatten, am Red Bull Youth America’s Cup im Sommer 2017 mit den grossen Segelnationen mitzuhalten und mit einem wunderbaren dritten Platz weit über ihr Ziel hinausgeschossen waren, reiten sie auf der Erfolgswelle. Dank seiner Foiling-Erfahrung holte das Team um Sébastien Schneiter diesen Frühling den ersten WM-Titel der GC32-Klasse. Parallel dazu unterstützt Team Tilt drei Olympiaprojekte für Tokio: Sébastien Schneiter/Lucien Cujean im 49er, Maud Jayet im Laser Radial und Nils Theuninck im Finn. Sébastien und Lucien sicherten der Schweiz mit einem 14. Platz an der WM in Aarhus ein Nationenticket und bestätigten ihre beneidenswerte Form anschliessend mit vier Top-10-Plätzen an bedeutenden Regatten. Maud Jayet qualifizierte die Schweiz für den Laser (siehe Porträt in der Rubrik Female Sailor of the Year) und Nils Theuninck brillierte mit dem EM-Titel bei den U23 und mehreren Top-10-Platzierungen auf internationaler und europäischer Ebene.  

Alinghi

Das Team mit den beiden Silberkannen hat nichts von seiner Klasse eingebüsst. Im Dezember 2016 gewann Alinghi an den Extreme Sailing Series bereits seinen dritten Titel, belegte 2017 nur knapp hinter SAP den zweiten Platz und gewann Anfang Dezember in Los Cabos (Mexiko) erneut die Trophäe. Bei den D35 auf dem Genfersee dominiert die Formation von Ernesto Bertarelli seit zwei Jahren fast nach Belieben. Sie feierten 2018 bereits ihren sechsten Gesamtsieg. Mit Arnaud Psarofaghis am Steuer setzte sich Alinghi zudem an der von starker Bise geprägten Bol d’Or Mirabaud 2017 durch.