Holy Mol(l)y – das LIMA Sailing Team ist zurück !


LIMA Sailing Team, das sind Maja Siegenthaler und Linda Fahrni. Das Schweizer 470er Damen Team hat nach einer mehrmonatigen Pause sein Training wieder aufgenommen und befindet sich aktuell in Palma de Mallorca, um sich mit ihrem neuen Trainer Alvaro Marinho, der auf dem 470er an vier Olympischen Spielen teilgenommen hat, auf den kommenden Europacup vorzubereiten (Trofeo S.A.R. Princesa Sofía, 24. März bis 1. April). Anschliessend geht es Richtung Hyères an den World Sailing Weltcup (23. Bis 30. April) sowie an die Europameisterschaften vom 6. bis 13. Mai in Monaco.

 

 

 

Was hat euch bewogen, gemeinsam weiterzusegeln und eine neue Olympiakampagne zu starten?

Linda: Schon vor den Spielen in Rio war für uns klar, dass wir uns wieder einmal auf unsere Ausbildung konzentrieren wollen. 100 % Segeln ist schön und gut, kann aber mental ziemlich anstrengend sein. Ich habe den Vorkurs an der Pädagogischen Hochschule begonnen, so dass ich ab dem Sommer dort studieren kann. Die Lust weiterzusegeln war bei mir aber immer da, ich liebe es immer noch, Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Da der 470er noch olympisch bleibt, war für uns die Wahl der Bootklasse eine leichte Entscheidung, und die des Teampartners "einewäg".

 

Maja: Nach den Spielen musste ich mir erst einmal darüber klar werden, was ich in Zukunft machen will und ob ich bereit bin, vier weitere Jahre zu segeln. Das ist eine Entscheidung, die mit viel Aufwand und Einsatz verbunden ist und die deshalb gut überlegt sein will. Aber ich bin nun einmal eine begeisterte Seglerin und mag diesen Sport. Dazu kommt, dass ich in unserem Team noch Potenzial sehe und ich gerne gemeinsam mit Linda noch einen Schritt weiter Richtung Professionalität machen möchte.

 

Was sind eure Ziele für diese Saison?

Maja: Zuerst müssen wir uns mit unserem neuen Trainer vertraut machen und uns wieder ans Schiff gewöhnen. In diesem Jahr möchten wir uns erneut fürs A-Kader von Swiss Sailing Team qualifizieren. An der Europameisterschaft visieren wir einen Top 12 Platz und an den Weltmeisterschaften in Thessaloniki (7. Bis 15. Juli) einen Top 18 Platz an.

 

Und längerfristig?

Maja: An den Olympischen Spielen Tokio 2020 möchten wir einen Top 8 Platz und damit ein Olympisches Diplom erreichen.

Eine letzte Frage: Wie "verkraftet" es eigentlich euer Olympiaboot LiseLotta, dass sie Molly Platz machen musste, und wie seid ihr auf den Namen "Molly" gekommen?
Maja: LiseLotta und Molly gehören beide zu unser Fotte und sind beide regelmässig in Gebrauch. LiseLotta hatte die Ehre, an der SuisseNautic zu stehen, so dass halt Molly  mit uns nach Palma fahren durfte. Und zu den Namen unserer Schiffe: Linda und ich haben eine Tradition, dass immer ein Schiff mit L (wie Linda) und dann dass nächste mit M (wie Maja) anfangen muss. Weiter muss der Name kurz sein und einen Doppelbuchstaben beinhalten. Daraus ergaben sich dann diese Namen. Molly ist zudem die Tochter der Lokomotive Emma aus der Geschichte Jim Knopf. Sie ist also immer an der Spitze vom Zug ...

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Alvaro Marinho – Interview