Warum ein grüner Daumen für Segler von Vorteil ist


Was haben Segeln und Gärtnern gemeinsam? Nicht viel, ist man versucht zu sagen, ausser vielleicht dass beide Tätigkeiten unter freiem Himmel stattfinden. Wir sagen euch, warum es dennoch von Vorteil sein kann, wenn man als Segler über einen grünen Daumen und damit über gewisse Grundkenntnisse im Gärtnern verfügt.

Die Bedingungen waren nicht ganz einfach an den Weltmeisterschaften im argentinischen Buenos Aires, erinnerte doch die Bucht von San Isidro an gewissen Tagen eher an ein Fussballfeld oder an einen Garten als an ein Segelgewässer. Immerhin erging es allen Teams gleich und sie alle hatten mit dem Seegras am Schwert und Ruder zu kämpfen. Wer also über einen grünen Daumen verfügte, war für einmal sicher nicht im Nachteil.

Wir haben bei Linda Fahrni und Maja Siegenthaler vom Swiss Sailing Team nachgefragt, wie es um ihren grünen Daumen bestellt ist. Dann nahm es uns noch wunder, ob sie lieber Tulpen oder Rosen geschenkt bekommen. Und natürlich, was ihre nächsten Ziele sind.

Linda, Maja, würdet ihr von euch behaupten, dass ihr einen grünen Daumen habt?

Maja: Eher nicht. Ich kümmere mich sehr selten um Pflanzen. Eigentlich nur gerade dann, wenn ich die Schützlinge von meiner Mutter hüten darf. Aber bis jetzt haben alle überlebt.

Linda: Nein nicht wirklich. Ich finde es zwar super schön, einen eigenen Garten mit Gemüse zu haben, aber ich habe wirklich "ke Ahnig vo Botanik"

Ihr hattet an der WM in Argentinien mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Was war für euch dabei die grösste Herausforderung?

Maja: Am schwierigsten war es, den Wind auf dem Wasser zu erkennen. Die braune Wasserfarbe und die umher schwimmenden Sträucher erschwerten die Sicht. Ausserdem war es schwierig, Schwert und Ruder jeweils zum richtigen Zeitpunkt von den Pflanzen zu befreien und dabei den Fokus ausserhalb des Bootes nicht zu verlieren.

Linda: Für mich war es mental nicht ganz einfach. Teilweise hatte ich keine Ahnung, was um mich herum passiert, weil ich nur noch am Schwert und Ruder putzen war. Das Gefühl auf dem Boot war dadurch komplett anders als sonst. Zudem war es schwierig zu beurteilen, ob der Speed stimmt oder nicht.

Womit macht man(n) euch mehr Freude: Mit Tulpen oder Rosen?

Maja: Ich mag lieber Rosen, weil die viel länger blühen und besser riechen.

Linda: Bei mir ist es umgekehrt, ich bekomme lieber Tulpen, Rosen finde ich langweilig.

Und zu guter Letzt: Was sind eure nächsten Ziele?

Maja: Als nächstes fahren wir nach Mallorca. Zuerst zum Trainieren, und dann um beim Weltcup den noch fehlenden Nationenplatz für die Olympischen Sommerspiele in Rio zu holen.

 

Wir drücken dem LIMA Sailing Team die (grünen) Daumen, dass sie dieses Ziel an Trofeo Princesa Sofia (26. März bis 2. April) erreichen !

 

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Fotos: zVg / ©bernardíBIBILONI (www.fochyfum.es)