Finn-SM: Stelldichein der starken Männer


Morgen beginnt in Morges am Genfersee das Finn-Championnat de Suisse 2018. Während vier Wettkampftagen sollen maximal neun Läufe gesegelt werden. Wenn bis am Samstagabend sieben Wettfahrten zu Stande kommen, wird sonntags zum Abschluss ein Medal Race ausgetragen. Unter den 43 Teilnehmern aus sechs Nationen ist erfreulicherweise auch Olympia-Aspirant Nils Theuninck, der natürlich zu den Titelfavoriten zählt.

«Für uns gibt es bei der Vergabe der Schweizermeisterschaften drei Kriterien: Aktivität, Attraktivität sowie geographische Ausgewogenheit», sagt Christoph Burger, Präsident der Finnklasse Schweiz, «Ipsach, Thun und Silvaplana waren die letzten Austragungsorte. Es ist also an der Zeit, wieder einmal am schönen Genferseee eine SM auszutragen.» Im Gegensatz zu anderen Bootsklassen bringen die Finn-Segler zu ihrer Meisterschaft immer noch grosse Felder zusammen. Die Schweizerische Finnsegler-Vereinigung (SFV) ist gesund und effizient in regionale Flotten organisiert.

Zur SM haben auch ausländische Meldungen Tradition. Entsprechend werden auf dem Genfersee ein gutes Dutzend Segler aus dem Ausland vertreten sein. Das ist einer gut gepflegten Freundschaft mit den Nachbarländern zu verdanken. Schweizer Finn-Segler reisen gerne zu Regatten ins Ausland. Einer der Höhepunkte ist jeweils die Masters-Weltmeisterschaft, zu welcher Segler ab 40 Jahren zugelassen sind. Dieses Jahr in El Balis, Spanien, waren 19 Schweizer mit dabei. Dafür darf sich die SFV jeweils auch über eine ausländische Beteiligung zur SM freuen. Mit Nils Theuninck, dem Schweizer Olympia-Aspiranten, wird den ausländischen Seglern dieses Jahr eine hochkarätige Konkurrenz geboten. Seine Kampagne bringt der Finn-Szene Schweiz viel Positives, und natürlich hofft man, dass dies weitere junge Segler motiviert.

Am Donnerstagabend wird die jährliche Finn-Hauptversammlung durchgeführt und am Samstag lädt der organisierende Club Nautique Morgien CNM zum offiziellen Abend in sein Clubhaus. Ein besonderes Highlight ist auf jeden Fall das Medal Race zum Abschluss. Bedingung ist aber, dass bis am Samstag sieben gültige Läufe zustande kommen. Dann steht einem Spektakel am Sonntag nichts mehr im Wege, denn so wird der Titel voraussichtlich am letzten Tag in einem kurzen Lauf, bei welchem die Punkte doppelt zählen, vergeben. Diesen Lauf können die Besucher und Freunde der Segler übrigens ideal vom Land aus verfolgen.

Text: Walter Rudin

Bilder: Bruno&Marianne Perren

Weitere Informationen (Meldeliste etc.)