Der Brückenbauer


Der ZV von Swiss Sailing ist wieder komplett. An der 80. GV von Swiss Sailing wurde mit André Bechler der Vertreter der Region 2 FVLJ als neues ZV-Mitglied gewählt. André Bechler war bereits von 2009 bis 2017 Mitglied des ZV von Swiss Sailing und kennt damit die Aufgaben und Herausforderungen, die ihn erwarten, bestens.

Der 64-Jährige sieht sich als Brückenbauer zwischen der Deutschschweiz und der Romandie: « Es war immer mein Traum, als Brückenbauer zwischen Romands und Deutschschweizern zu wirken. Durch meine erneute Wahl in den ZV kann ich an diesem Traum weiterbauen. » Was ihm sonst noch wichtig ist, darüber gibt er im nachfolgenden Interview Auskunft.

André Bechler, Du wurdest an der GV 2019 zum neuen Mitglied des Zentralvorstands (ZV) gewählt. Wir gratulieren! Was war deine Motivation, erneut für dieses Amt zu kandidieren?

Ich finde es wichtig, dass auch die Romandie im ZV angemessen vertreten ist. Trotz intensiver Suche ist es den Regionen 1 + 2 indes nicht gelungen, einen Repräsentanten für den ZV zu finden. Daher habe ich mich entschieden, erneut für den ZV zu kandidieren, um eine bestehende Lücke zu füllen.

Welche Bereiche resp. Verbandsthemen liegen dir besonders am Herzen?

Der Segelsport soll in der Schweiz als Breitensport bekannter werden. Zudem muss der Spitzensport angemessen unterstützt werden, indem Swiss Sailing gute Rahmenbedingungen und Voraussetzungen schafft.

Welches sind deiner Meinung nach die grössten Herausforderungen, die mittelfristig auf den Verband zukommen?

Das Freizeitangebot wird immer breiter und vielfältiger. Bei den Clubs stagnieren die Mitgliederzahlen. Auf den meisten Regattabahnen sinken die Teilnehmerzahlen kontinuierlich. Wir müssen diesem Trend mit gezielten Aktionen und Massnahmen entgegenwirken.

Welches sind in deinen Augen die grössten Herausforderungen, die auf den Segelsport zukommen

Die Technik macht riesige Fortschritte; sei es bei den Booten, sei es bei den Segeln, von den foilenden Booten ganz zu schweigen. Diese Erkenntnisse sollen nicht nur dem Spitzensport zugänglich sein. Auch der Breitensport soll von diesen neuen Technologien bestmöglich profitieren können.

Und ein paar persönliche Fragen: Was bedeutet dir der Segelsport?

Der Segelsport fasziniert mich seit ich 10-jährig bin. Die Faszination der Fortbewegung mit Windkraft auf dem Wasser, die Verbindung mit den Elementen und das gegenseitige Messen und Vergleichen an Wettkämpfen steht bei mir seit meiner Kindheit ungetrübt im Zentrum.

Welches ist dein Lieblings-Segelrevier und warum?

Natürlich die Juraseen – vorab der Lac de Neuchâtel. Einerseits findet man auf den Juraseen ideale Wetter – und Windbedingungen, andererseits dominiert der gute Mix zwischen der Romandie und der Deutschschweiz.

Was machst du hauptberuflich?

Ich war während über 40 Jahren auf der Gemeindeverwaltung von Meikirch tätig, zuerst als Gemeindeschreiber-Stellvertreter, dann als Bauverwalter, Finanzverwalter und ab 1994 als Gemeindeverwalter. Am 1. März 2019 habe ich mich selbständig gemacht. Ich befasse mich mit Organisationsberatungen, Coachings, Projektleitungen und Liegenschaftsverwaltungen.

Wie und wo schaltest du vom Alltag ab?

Dies ist die einfachste Frage: Unter Segeln, mit meiner Brenta 30, auf dem Neuenburgersee.

Gibt es einen Traum, den du gerne verwirklichen möchtest?

Es war immer mein Traum, als Brückenbauer zwischen Romands und Deutschschweizern zu wirken. Durch meine erneute Wahl in den ZV kann ich an diesem Traum weiterbauen.

André, wir Dir für dieses Gespräch und wünschen Dir viel Freude in Deiner neuen Funktion!