Mit weniger Plastik durch’s 2019!


Wir leben nicht nur in einer Einweg- und Wegwerfgesellschaft, wo alles in Plastik verpackt resp. eingeschweisst ist, sondern überhaupt in einer Plastikwelt. Plastik - oder Kunststoff – ist praktisch überall anzutreffen.

Sei es in unseren Häusern, Autos, Yachten, in Yogamatten und Fussbällen, Kugelschreibern, Schreibtischlampen, in Smartphones, Kühlschränken und Flachbildschirmen, in Kaffeemaschinen, Fotoapparaten, Drohnen und Lautsprecherboxen. Aber auch in unserer Sportbekleidung, Funktionsunterwäsche und Badehosen sowie - als Mikroplastik, also als winzige Kunststoffkügelchen - in Shampoos, Gesichtsreiniger, Lidschatten, Lippenstiften, Bodylotions, Peelingcremen, Duschgels und Sonnencremen.

Die Welt versinkt im Plastik

Plastik ist überall. Und es wird immer mehr: Im Jahr 2016 betrug die weltweite Kunststoffproduktion rund 335 Tonnen. Davon gelangen jedes Jahr über acht Millionen Tonnen in die Weltmeere. Schon jetzt schwimmt in den Meeren sechsmal mehr Plastik als Plankton - Tendenz steigend: Ändert sich unser Konsumverhalten in den nächsten Jahren nicht, wird es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben. Das Problem mit Plastik ist, dass es nicht biologisch abbaubar ist, sondern sich im Laufe der Jahre in immer kleinere Teile (Mikroplastik) zersetzt, die dann ins Nahrungsnetz gelangen. Die Verschmutzung der Weltmeere, Flüsse und Seen durch Plastik gefährdet alle darin lebenden Organismen - und ist dadurch eine der grössten Herausforderungen für unsere globale Gesellschaft. Und damit auch für uns.

Deshalb gibt es nur eines: Weniger Plastik! Auch im Segelsport!


Nachhaltigkeit im Segelsport: Weniger Plastik ist Meer!

Unser Sport ist per se nicht gerade nachhaltig: Wir segeln auf Tausenden von Tonnen Kunststoff über die Seen und Meere und verbrennen mit Booten und Autos zig Tonnen an fossilen Brennstoffen. Das grösste Problem indes ist die Verschmutzung mit Plastik aller Art.

Wir möchten Sie deshalb einladen, mit drei einfachen Massnahmen ein Zeichen zu setzen und diese Anliegen auch in Ihren Clubs einzubringen:

a)            Plastikfreie Clubhäuser und Veranstaltungen: keine PET Flaschen (nur Glas oder abfüllbare Flaschen der Teilnehmer für Wasser) und keine Plastiksäcke für Lunch etc.

b)           Keine Aufkleber irgendwelcher Art aus Plastik (Startnummern, Klassenkennzeichen, Werbung) auf Booten und Autos sondern Ersatz aus wiederverwendbaren Flaggen und Blachen an der Reling bei Yachten. Swiss Sailing wird keine Plastikkleber mehr produzieren.

c)            Wo immer möglich Einsatz von eMotoren bei Begleitbooten, Bojenlegern etc.

Unsere Kinder und Nachkommen werden es Ihnen danken!

Hinweis: Auf www.saubere-veranstaltung.ch finden Sie gute Beispiele und wertvolle Informationen und Tipps, wie Sie Ihre Veranstaltung nachhaltig gestalten und den Plastikabfall reduzieren resp. ganz vermeiden können.


Im Internet finden sich unzählige Seiten mit konkreten Tipps, wie Sie in Ihrem Alltag Plastik reduzieren resp. vermeiden können. Nachfolgend eine Auswahl:

https://www.surfersguide.ch/weniger-plastik

https://oneearth-oneocean.com/weniger-plastikmuell/

https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/plastikmuell/10-tipps-fuer-weniger-plastik


Weitere Informationen zum Thema

https://www.swiss-sailing.ch/aktuell/dossier-gemeinsam-fuer-plastikfreies-wasser/

http://oceancare.ch/

http://stoppp.org/

https://www.facebook.com/stoppporg

http://zerowasteswitzerland.ch/de/

https://www.greenpeace.ch/themen/plastik/

Übrigens: Das EU-Verbot von Plastiktellern, Trinkhalmen und anderen Wegwerfprodukten aus Kunststoff steht seit dem 19. Dezember 2018. Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten einigten sich am Mittwochmorgen in Brüssel auf die Einzelheiten. Das Verbot soll dazu beitragen, die Massen von Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen. Die Schweiz hat diesbetreffend indes noch keinen Entscheid gefällt. Mehr dazu hier.