Allegra Windsurfing in Silvaplana


Wie üblich findet die internationale Schweizermeisterschaft der Windsurfer (Slalom und Formula) auch dieses Jahr in Silvaplana statt. Bereits am letzten Wochenende trafen sich hier rund 70 Foil Windsurfer zum ersten IFCA World Championship. Zudem wurde am Samstag der 42. Engadin Surf-Kite-Sail Marathon ausgetragen.

Am Donnerstag 29. August 2019 beginnt dann die offizielle SM, wo sich die nationalen Grössen bis zum Sonntag vor der atemberaubenden Kulisse des Oberengadins auf dem Lake Silvaplana messen. Swiss Windsurfing organisiert den Event in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Silvaplana.

Die Schweizermeisterschaft wird dieses Jahr nicht mehr in den internationalen Windsurf- und Kite Event «ENGADINWIND» integriert, sondern findet separat statt und ist auf die Schweizer Regatteure fokussiert. Dadurch sind sicher die Chancen auf den Titelsieg grösser, andererseits fehlt natürlich der Vergleich zu den internationalen Grössen und vielleicht auch das damit verbundene Prestige für den Anlass. Aktuell sind 40 Teilnehmer zur SM gemeldet. Je nach Wetter dürfte noch der eine oder andere dazukommen.

Sportlich gesehen wird es ein interessanter Titelkampf werden, denn es sind einige Topfahrer am Start: Elia Colombo, Fünfter der ersten Formula Windsurfing Foil World Championships, Richard Stauffacher, dreifacher Olympionike und mehrfacher Sieger der Swiss Windsurfing Tour in Kursrennen und Slalom, der in der Schweiz wohnhafte dreifache Olympionike für Deutschland Toni Wilhelm, Baptiste Beer, Schweizermeister und Sieger der Swiss Windsurfing Tour im Slalom und Daniel Aeberli, mehrfacher PWA-Teilnehmer.

Der Trend zu Foils hat auch vor der Windsurfer-Szene nicht Halt gemacht. Auch wenn im Kursrennen Formula-Equipment noch zugelassen ist, sind ausnahmslos alle Rider aufs Foil umgestiegen. OK-Präsident Raoul Marty sieht darin auch eine weitere erfreuliche Entwicklung: «Viele früher reine Slalomfahrer fahren nun mit dem Foil Kursrennen womit das Kursrennen wieder deutlich aufgewertet wird.»

Bleibt zu hoffen, dass der Wind mitspielt. Im vergangenen Jahr herrschten äusserst schwierige Wetterbedingungen: Stürmischer Regen, heisse Sonnenstrahlen, Süd- und Nordwind - alles kam vor. Da wäre den Akteuren der konstante Malojawind doch lieber.


Text: Walter Rudin

Bilder: SM 2018 von Luca Fumagalli