Ausblick Finale SSLA: RC Bodensee avisiert den Titel


Beim Finale der Swiss Sailing Super League am nächsten Wochenende in Versoix wird der Regattaclub Bodensee wohl seinen dritten Titel in Folge einfahren. Ein Polster von fünf Punkten vor der letzten Spielrunde sollte dazu reichen. Gleichzeitig wird das Finale der Promotion League ausgetragen und hier verspricht der Kampf um die drei Aufstiegsplätze in die Challenge League mehr Spannung: Die vier Spitzenteams sind nur durch einen Punkt getrennt.

Eigentlich müsste es der Regattaclub Bodensee schaffen, ein siebter Platz beim Finale würde zum Titelgewinn reichen, seit Bestehen der Liga war der RCB noch in keiner Spielrunde so schlecht klassiert. Und trotzdem nimmt man beim RCB das Finale nicht auf die leichte Schulter, mit Massimo Soriano und Julian Flessati figurieren erstmals beide Erfolgskipper in der Mannschaftsaufstellung. Um die weiteren Podestplätze werden wieder die bekannten Spitzenclubs kämpfen, der Société Nautique de Genève SNG und dem Regattaclub Oberhofen RCO werden die grössten Chancen eingerechnet. «Es sind die Clubs, die eine breite Spitze haben, mehrere gleichwertige Teams stellen können und auch viel Gewicht auf die Aufbauarbeit in den Clubs legen», sagt Race Officer Felix Somm der damit auch bestätigt sieht, dass es ja um eine Meisterschaft der Clubs geht und nicht um einen Wettbewerb zwischen den besten Teams. Dass es mit nur einem Topteam nicht funktioniert, zeigt sich am Beispiel der Seglervereinigung Kreuzlingen. Die Spielrunden an denen das Team von Tom Rüegge teilnahm, schloss man mit den Plätze 1,1,2 ab, den Event ohne Team Rüegge beendete man auf dem letzten Platz und verspielte damit die Aussicht auf den Titel. Rüegge wird aber am Finale wieder dabei sein und damit sind auch die Aussichten auf einen Podestplatz noch intakt.

Das Finale der Promotion League wird ebenfalls in Versoix aber auf einer eigenen Regattabahn ausgetragen. Sieben Teams können sich noch Hoffnungen machen, in die Challenge League aufzusteigen. Der Circolo Velico Lago di Lugano und die beiden Luzerner Clubs Tribschenhorn und Tivoli liegen nur einen Punkt hinter dem führenden Cercle de la Voile d'Estavayer. Der Kampf um die drei Aufstiegsplätze wird wohl für viel Spannung sorgen.

Text: Walter Rudin

Bilder: Claudia Somm