Die Geschäftsleitung von Swiss Sailing erhält Zuwachs


Thomas Blatter und Marco Versari sind die jüngsten Mitglieder der Geschäftsleitung von Swiss Sailing. Thomy Blatter, Mitglied des RVB sowie Passivmitglied des Segelclub St. Moritz und Präsident des Modell Yacht Club Schweiz, wurde vergangene Woche als neuer Leiter Ressort «Racing» in die Geschäftsleitung gewählt. Thomy verfügt über viel internationale Erfahrung als Race Officer und National Judge Swiss Sailing sowie über sehr gute Sprachkenntnisse. Marco Versari vom CVLL ist seit 2011 als Youth National Coach im Swiss Sailing Team beschäftigt und war zuvor sechs Jahre als Club- und Regionaltrainer im Tessin tätig. Der neue Ressortleiter Youth bringt damit langjährige Erfahrung in der seglerischen Jugendarbeit in die Geschäftsleitung ein.

Wir haben den beiden neuen Geschäftsleitungsmitgliedern kurz nach ihrem Amtsantritt am 1. September ein paar Fragen gestellt.

 

Worauf freut ihr euch am meisten, wenn ihr an eure neue Aufgabe denkt?

Marco Versari : Für mich ist meine neue Aufgabe auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber ich liebe Herausforderungen! Ich glaube dass das Ressort Jugend in einem guten Zustand ist. Aber es betrifft den Nachwuchs, was das Ganze sehr dynamisch macht. Ich werde jedenfalls alles geben, um Schritt halten zu können.

Thomy Blatter : Ich freue mich darauf, dem Regattasegelsport in der Schweiz, also den Clubs, Klassen sowie Seglerinnen und Seglern ein kompetenter Ansprechpartner sein zu dürfen und seitens Verband der Basis zusammen mit dem Team des Ressorts Racing eine Dienstleistung zu erbringen.

Wo setzt ihr in eurem neuen Ressort die Schwerpunkte?

Marco : Es gibt mehrere Schwerpunkte, vor allem aber geht es darum, eine gute Balance zu finden zwischen Breitensport, regionalen Aktivitäten und Nachwuchsleistungssport. Es ist einfach, Rezepte zu finden, die zu jedem Punkt einzeln passen. Ein Rezept zu finden, das für alle zusammen funktioniert, ist hingegen eine Kunst. Konsequenterweise muss die Trainerausbildung ebenfalls entsprechend passen.

Thomy : Mir geht es primär darum, stabile und moderne Strukturen und Abläufe für das "Wettkampf-"Segeln in der Schweiz zu erarbeiten.

 

Und welches werden die grössten Herausforderungen sein, die in den kommenden Tagen und Wochen auf euch zukommen?

Marco : Ich glaube es wird in einigen Wochen einfacher sein, diese Frage zu beantworten ;) Auf jeden Fall ist es wichtig, offen zu sein und sich die verschiedenen Meinungen anzuhören, um danach zu wissen, welche Entscheidungen zu treffen sind.

Thomy : Da die Übergabe im Schnelldurchlauf geschieht, wird das Verarbeiten der ganzen Informationsflut, die da auf mich hereinströmt, wohl eine der grössten Herausforderungen in den kommenden Wochen sein.

Was ist euch wichtig, wenn ihr an eure neue Aufgabe denkt?

Marco : Für mich ist es eine Ehre, diesem Ressort vorstehen zu dürfen. In ein paar Jahren möchte ich zurückblicken und sagen können : „ Voilà, Marco, du hast einen guten Job gemacht !“

Thomy : Mir ist es wichtig, zuzuhören, pragmatische Lösungen zu finden, dabei auch mal kreativ sein. Ebenfalls ganz wichtig: Altbewährtes auch mal beiseitezulegen und Neues zu wagen.

Und was ist euch grundsätzlich wichtig im Leben?

Marco : Die Antwort ist dieselbe wie bei der vorherigen Frage. Auf jeden Fall mag ich es, Sachen mit Leidenschaft zu machen. Ich arbeite grundsätzlich immer mit Leidenschaft, und um Ziele zu erreichen. Ohne die Liebe zum Segelsport und den Wunsch, Ziele zu erreichen, hätte ich diese Funktion nicht akzeptiert.

Thomy : Ouff, da gibt es vieles. Unsere gemeinsame Erde, von der wir ALLE, also der Mensch, nur kleiner Teil davon sind. Die Erde ist unser "Zuhause", dem wir einiges mehr Respekt entgegen bringen müssen! Ebenfalls wichtig ist mir mein Hobby Zukunftsforschung. Ausserdem die Nano-/Elementar- und Astro-Physik. Geschichte ist mir ebenfalls wichtig, die verschiedenen Jahrhunderte und die Menschen, die zu jenen Zeiten gelebt haben. Fremde Kulturen faszinieren mich ebenfalls. Ausserdem mag ich Hunde und Katzen. Und natürlich Segeln in vielen verschiedenen "Formen".

Habt ihr ein Lebensmotto und wie lautet es?

Marco : Ganz ehrlich, ich habe keines. Ich bin dauernd daran, mich weiterzuentwickeln; vielleicht ist gerade das meine Devise.

Thomy : Bei mir ist es das pure Gegenteil: Ich habe im Gegensatz zu Marco ganz viele Maximen: Die Historie mit in unsere Überlegungen für die Zukunft mit einbeziehen. Das globale Denken fördern, ohne dabei den Föderalismus und unsere (Schweizer) Werte zu vernachlässigen, sondern diese vielmehr ebenfalls einbringen. Anderen Kulturen nichts aufzuzwingen. Stets mit Freude und Elan durchs Leben zu gehen, und stets vorwärtszuschauen. Schliesslich sind unsere Augen von Natur aus nach vorne gerichtet und nicht nach hinten ;)

Zu den Portraits von Thomy Blatter und Marco Versari