Rückblick auf die Juniorenkonferenz von Swiss Sailing : „Schweigen ist Silber, Reden ist Gold…“


„Die wichtigste langfristige Investition: Die Jugend”- unter diesem Motto fand vergangenen Samstag in Ittigen im Haus des Sports die Juniorenkonferenz von Swiss Sailing statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz wurde erstmals unter der Federführung von Marco Versari durchgeführt - seit anfangs September Verantwortlicher des Ressorts Youth. Zunächst erläuterte Marco Versari in groben Zügen das Nachwuchsförderkonzept und die Meilensteine sowie das „Geheimrezept“ für ein ideales Umfeld für junge Segler. Gleichzeitig zeigte er auf, wo die grössten Herausforderungen lauern und wie man sich ihnen stellen kann. Ausbildungschefin Theresa Lagler präsentierte derweil im Anschluss die verschiedenen Ausbildungswege für Athleten, Trainer und Segellehrer und appellierte an die Anwesenden, wie wichtig Ausbildungen als Investition in unsere Jugend sind.

In einem zweiten Teil debattierten die Teilnehmenden in drei Workshops unter der Leitung von Marco Versari, Bruno Rossini (ZV-Mitglied) und Joël Broye (J+S Coach Experte) engagiert und aktiv über das Nachwuchsförderkonzept, die Ressourcen im Breitensport und die J+S Coach-Weiterbildung. Im nachfolgenden Interview geben Marco Versari und Theresa Lagler Auskunft darüber, worauf der Fokus der Juniorenkonferenz lag, welche mittelfristigen Ziele er verfolgt, welches die grössten Herausforderungen sind und warum die Kommunikation ein derart wichtiges Puzzleteil für den Erfolg ist. 

1)  Was war das Hauptziel der diesjährigen Juniorenkonferenz? Worauf lag der Fokus der Veranstaltung vom Samstag?

Marco : Das Hauptziel war ein offener Austausch mit allen Akteuren der Jugendszene, also den Clubs, den Regionen, den Klassen und den Trainern. Im Mittelpunkt standen die Möglichkeiten, die Gesamtzahl der Segler, die an Wettbewerben teilnehmen, zu erhöhen, sowie eine Diskussion darüber, wie das aktuelle Nachwuchsförderungkonzept verbessert und aktualisiert werden kann.

 

2)  Was sind die Hauptanliegen, die ihr zwei an die Teilnehmer hattet?

Marco : Nach den morgendlichen Präsentationen (siehe ganz unten) hatten wir zwei proaktive Workshops mit interessanten und produktiven Diskussionen (Bericht ebenfalls nachfolgend) über Breitensport und die Regionalkader.

Theresa : Mein Hauptanliegen? Aufzeigen aller Ausbildungswege und die Verknüpfung der aktiven Segler und den möglichen Ausbildungen.

 

 

3)  Was sind die mittelfristigen Ziele im Bereich Youth? Und im Bereich Ausbildung?

Marco : Diese Frage ist etwas zu allgemein, das Ziel hängt zu sehr von Alter, Niveau und Klasse ab....

Ein wichtiger Punkt ist es, an den Faktoren zu arbeiten, die dazu führen, die Anzahl der Segler im System zu erhöhen, ohne an Qualität zu verlieren. Oder die gar dazu führen, die Effizienz zu verbessern. Auf der anderen Seite ist es wichtig, die Jugendlichen bereits ab dem 18. Lebensjahr in die Trainerausbildung einzubeziehen und ihnen einen realistischen beruflichen Weg in unserem Sport zu bieten.

 

4)  Wo liegen derzeit die grössten Herausforderungen in euren Bereichen?

Marco : Der Grad des Club-Engagements im Jugendsegeln ist von Land zu Land sehr unterschiedlich und wir erreichen mit unserer Kommunikation immer noch eine kleine Anzahl von Menschen. Es ist also eine große Herausforderung, diese beiden Punkte zu verbessern.

Theresa: Die Trainer und Leiter langfristig motivieren, sich langfristig zu engagieren. Den Clubs aufzeigen, welche Anforderungen an die Leiter gestellt werden und wieso sie diese angemessen entschädigen sollten. Die Trainer- und Segellehrerausbildung ist ab einer gewissen Stufe eine anerkannte Berufsausbildung.

 

5)  Was sind nun die nächsten Schritte, um eure Ziele zu erreichen?

Marco : Reden, Reden, Reden, Reden... Wir müssen in Kontakt bleiben mit den Clubtrainern, den verantwortlichen Jugendlichen der Region, wir müssen aber auch die Eltern und die Segler erreichen. Wir brauchen eine komplette Feedbackschleife, bevor wir ein überarbeitetes "Nachwuchsförderungkonzept" entwickeln. Gleichzeitig sollten sich aber auch alle Beteiligten fragen, was sie tun können, um den Segelsport in der Schweiz zu verbessern. Alle Akteure brauchen einander, um eine erfolgreiche Szene zu produzieren.


Unterlagen zur Juniorenkonferenz 2017:

Nachfolgend finden Sie sämtliche Unterlagen zur Juniorenkonferenz vom 2. Dezember 2017:

Präsentation Ressort Youth

Präsentation Ausbildung

"Learning points" aus den Workshops