Reto Heini: Mit "One Team - One Spirit" zum Erfolg


Er war acht Jahre lang CFO bei Swiss Olympic. Er ist sportaffin und interessiert sich grundsätzlich für alle Sportarten. Er treibt selber Sport, ist kommunikativ und kennt sich aus mit Zahlen. Ihm ist eine gute Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen wichtig, und auch die Work-Life Balance sowie das Reisen und Entdecken von anderen Ländern. Er, das ist Reto Heini, der neue Finanzchef von Swiss Sailing. Wir wollten mehr von Reto Heini erfahren und haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Reto Heini, du bist seit anfangs Mai in der Geschäftsleitung von Swiss Sailing und dort für die Finanzen zuständig. Wie bist du dazu gekommen?

Reto Heini: Ich bin sehr sportaffin. Schon seit jeher interessieren mich alle Sportarten. Da passt es, dass ich während acht Jahren bei Swiss Olympic als CFO tätig war und dabei den Sport sehr nahe miterleben durfte. Während dieser Zeit habe ich den aktuellen Geschäftsführer von Swiss Sailing, Jean-Claude Ray, kennengelernt. Als ich angefragt wurde, ob ich die Nachfolge von Rafael Lötscher (dem ehemaligen Finanzchef von Swiss Sailing, Anmerkung der Redaktion) übernehmen möchte, musste ich nicht lange überlegen. Es freut mich sehr, dass ich wieder einen Beitrag für einen Sportverband erbringen und bei Swiss Sailing meine Erfahrung von Swiss Olympic einbringen kann.

Was ist dir in dieser Funktion besonders wichtig?

Die Zahlen eines Sportverbands sollen ein wichtiges Führungsinstrument für die Steuerung des Segelsports sein. Dabei ist mir wichtig, dass Transparenz herrscht resp. geschaffen wird und die Finanzzahlen verlässlich sind. Hierfür ist mir die Zusammenarbeit und Austausch mit allen Ressortleitern wichtig. Im Sinne von "One Team - One Spirit".

Du bist Mitglied der Geschäftsleitung eines Segelverbandes. Wie segelaffin bist du?

Nun, ich träume jedenfalls davon, irgendwann einmal einen Segeltörn zu machen. Aber selber segeln, nein, das fehlt mir noch in meinem sportlichen Palmarès. Ich war zwar schon auf einem Segelboot; mit der GL von Swiss Olympic und dem BASPO-verbrachten wir einen Tag auf dem Bielersee. Ich war fasziniert und beeindruckt davon, worauf beim Segeln alles geachtet werden muss und mit welchen Handgriffen ein solches Boot gesteuert wird. Wir haben übrigens in Bezug auf das Wetter das volle Programm erlebt: Start bei Sonnenschein bis zum Segel reffen und Hilfsmotor einschalten, weil plötzlich ein Sturm über uns hinwegfegt ist...

Was wünschst du dir für den Schweizer Segelsport?

Aktuell natürlich, dass vom Leistungssport bis hin zum Breitensport alle wieder ihre Leidenschaft auf dem Wasser ausüben können. Ausserdem, dass die Basis für ein erfolgreiches Sailing-Team geschaffen werden kann, dass die Schweizer Seglerinnen und Segler an den nationalen wie internationalen Anlässen Spitzenplätze erzielen und natürlich auch Medaillen an den Olympischen Spielen. Das hilft dem Segelsport, gibt mehr Medienpräsenz und kann beim einem oder anderen Nachwuchs-Talent die Begeisterung für den Segelsport auslösen.

Du bist dipl. Wirtschaftsprüfer und hauptberuflich als Leiter der BDO-Niederlassung Burgdorf tätig. Das heisst du bist beruflich stark engagiert. Was ist dir sonst noch wichtig im Leben?

Nun, es gibt selbstverständlich ein Leben neben der Arbeit. Eine ausgeglichene Work-Life Balance ist für mich sehr wichtig. Ein grosser Stellenwert nimmt dabei meine Familie ein. Ich bin ein ausgesprochener Familienmensch und habe zusammen mit meiner Frau zwei fast erwachsene Kinder. Nebst Bewegung und polysportivem Sport ist mir auch das soziale Leben mit Freunden wichtig. Eine Leidenschaft ist zudem das Reisen und Entdecken von anderen Ländern.

Damit wären wir bei der Frage nach deinen Hobbies angelangt…

Ich bin offengesagt vielseitig interessiert und habe kein explizites Hobby. So treibe ich gerne Sport (Biken, Joggen, Wandern, Badminton), feuere in der PostFinance-Arena mein Lieblings-Hockeyteam, den SCB, an und schaue auch sonst gerne Spiele und Sportarten an. Zudem reisen wir gerne, am liebsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn die Distanzen kürzer sind, resp. auf vier Rädern (wir träumen von einem eigenen VW-Bus), wenn wir grössere Reisen von Ort zu Ort vornehmen.