Weniger Plastik im Alltag: Konkrete Tipps


Am 21. September war World Clean Up Day. Auf der ganzen Welt haben Freiwillige mitgeholfen, Abfall einzusammeln, sei es zu Land oder auf dem Wasser. Denn immer mehr (Plastik-)Müll wird unsachgerecht entsorgt. Und bestimmt haben Sie auch schon eine schwimmende Plastikflasche aus dem Hafen oder See gefischt. Der sichtbare Plastikmüll führt uns die immense, durch Menschen verursachte Verschmutzung der Natur vor Augen. Doch was ist mit dem unsichtbaren Plastik – dem Mikroplastik? 

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Mikroplastik sind winzige Partikel, kleiner als 5 mm, die zum Beispiel durch den Autoreifenabrieb in die Umwelt gelangen. Sie werden auch Pflegeprodukten beigemischt oder brechen beim Waschen von synthetischer Kleidung ab und geraten ins Abwasser. So gelangen täglich unzählige Partikel in unsere Flüsse, Seen und Meere.

Analysen der Mikroplastikbelastung bei Meerestieren im Ligurischen Meer (Italien), welche die Schweizer Meeresschutzorganisation Ocean Care durchgeführt hat, zeigen ein alarmierendes Resultat: Über die Hälfte der untersuchten Fische, Muscheln, Tintenfische und Krebse waren belastet…

Wir alle können etwas gegen die zunehmende Belastung unserer Umwelt und insbesondere der Meere, notabene unserer Segelreviere, tun! Mit einfachen Mitteln können auch Sie zur Reduktion des Mikroplastiks beitragen!


 

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Konkrete Tipps für den Alltag

 

  • Kaufen Sie möglichst keine Kleidung aus Synthetikfasern. Kleider, die Kunststoffgewebe wie Polyester, Mikrofaser, Elasthan oder Nylon enthalten, verlieren bei jeder Wäsche winzige Faserteilchen. Den Großteil kann weder die Waschmaschine noch die Kläranlage aus dem Wasser filtern. So landen diese winzigen Plastikfasern in den Gewässern.
  • Benützen Sie einen Waschbeutel wie z.B. «Guppyfriend», wenn Sie plastikhaltige Textilien (wie z.B. Polyester, Acryl, Nylon) waschen. So gelangen die mikroskopisch kleinen Fasern, die sich beim Waschgang lösen, nicht ins Abwasser.
  • Benützen Sie Kosmetikprodukte ohne festen, flüssigen, gelartigen oder gelöstem Mikroplastik. Diese App hilft Ihnen dabei: http://codecheck-app.com/
  • Kaufen Sie wenn möglich regionale Produkte ohne Plastikverpackung. Oder nutzen Sie eine wiederverwendbare Tüte für den Einkauf von Gemüse, Früchte und Brot.
  • Fahren Sie vorausschauend, vermeiden Sie unnötiges Bremsen. Damit verhindern Sie unnötigen Autoreifenabrieb.

MEHR DAZU HIER: https://www.oceancare.org/de/unsere-arbeit/meeresschutz/plastikverschmutzung/


 

Links mit weiterführenden Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Plastikverschmutzung:

www.oceancare.org

https://www.switzerlandfortheoceans.org/

https://www.swissolympic.ch/ueber-swiss-olympic/ueber-uns/nachhaltigkeit-beschaffung.html?searchQuery=Nachhaltigkeit

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-08/umweltverschmutzung-mikroplastik-schnee-luft-plastikmuell-umweltschutz

https://utopia.de/ratgeber/mikroplastik-kosmetik-produkte/

„The Story of Microfibers“ : https://www.youtube.com/watch?v=BqkekY5t7KY

 

Bilder: Ocean Care und andere