Zentralvorstand Swiss Sailing : Marc Oliver Knöpfel, Internationales/Racing


Transparenz-Dialog-Präsenz: so das Credo der neuen Verbandsführung von Swiss Sailing. Dazu gehört, dass man die Personen im Vorstand kennt. Was sind das für Leute? Welche Ideen bringen sie mit und welche Vorhaben sollen in nächster Zeit umgesetzt werden? Im Sinne einer umfassenden Information stellen wir Ihnen in unregelmässigen Abständen ein Mitglied des Zentralvorstands vor.


Marc Oliver Knöpfel ist mit Jahrgang 1979 der Jüngste im Zentralvorstand. Trotzdem bringt der Zürcher «Seebueb» aus Stäfa reiche Erfahrungen an ehrenamtlichen Tätigkeiten im Segelsport mit. Er amtete bis vor Kurzem als Präsident des Zürichsee Seglerverbandes, ist National Race Officer, National Judge und National Delegate und hat als Ressortleiter Racing mehrere Jahre in der Geschäftsleitung von Swiss Sailing mitgewirkt.

Der gelernte Betriebsökonom und Vater einer dreijährigen Tochter hat jetzt den Schritt von der operativen in die strategische Führung des Ressorts Race gemacht. Das Ressort Racing erbringt zahlreiche zentrale Dienstleistungen von Swiss Sailing. Dies widerspiegelt sich in der Verbandsgeschichte und war eines der Kernressorts, welche zur Gründung des Nationalverbands geführt hat. Der Ressortleiter leistet täglich gegen drei Stunden ehrenamtliche Arbeit und führt eine Organisation, welche insgesamt grösser ist als die des gesamten restlichen Verbandes. Die Anforderungen an seine Fähigkeiten dürsten zunehmend nach einem Übermenschen. Dem Verband ist bewusst, dass der „Workload“ und das Anforderungsprofil des Verantwortlichen extrem hoch sind und für jeden eine grosse Herausforderung darstelle. «Wir sind aber sicher, dass der aktuelle Stelleninhaber Jean-Bernard Luther die richtige Person für diesen Job ist“, so Marc Knöpfel.

Projekt Neufassung der Reglementarien zu den Schweizermeisterschaften

Erklärtes Ziel ist es, die Qualität der Schweizermeisterschaften wieder deutlich anzuheben. Es soll eine Ehre sein, Schweizermeister/in zu sein, und die herausragende, seglerische Leistung soll entsprechend gewürdigt werden. Dazu bedarf es einer verständlichen, akzeptierbaren Grundlage und eindeutig definierte Zuständigkeiten. Zudem soll es auf dieser neu zu erarbeitenden Basis möglich sein, Trends zu berücksichtigen und agil auf Veränderungen im kompetitiven Segelsport zu reagieren. Die Neufassung sämtlicher Reglementarien soll in drei wesentlichen Schritten erfolgen:

1) Schaffung eines Basisreglements mit typenspezifischen Anhängen. Der modulare Aufbau ermöglicht Ergänzen und Streichen von SM-Typen.

2) Klare Regelung der Zuständigkeiten (strategisch und operativ). Damit wird Swiss Sailing für jedermann personalisiert und ansprechbar.

3) Überarbeitung der Qualifikationskriterien. Dies ist „der heilige Gral“ von Swiss Sailing und bedarf besonders gutem Fingerspitzengefühl.

Rekrutierung neuer Umpire

Interessenten und mögliche Kandidaten sollen eruiert, professionell und fundiert ausgebildet und kontinuierlich für wichtige Anlässe eingesetzt werden. Swiss Sailing hat aktuell selber noch keine Grundlagen dazu. Bedauerlicherweise ist das Interesse an jeglichen „Officials-Funktionen" kaum spürbar - um nicht gleich zu sagen- im Nachwuchs nicht vorhanden. In Bezug auf die Umpire ist erfreulich, dass die Swiss Sailing League Association aktuell einen Ausbildungslehrgang für potenzielle Umpire anbietet. Marc Knöpfel möchte hier aber auch im Verband aktiv werden: «Es ist unsere Aufgabe, in Zukunft diese Arbeit seitens Verband zu übernehmen und entsprechende Lehrgänge - inklusive Lizenzierung - in unser Kursangebot aufzunehmen.»


Bisher erschienene Porträts:

Martin Vogler, Präsident Swiss Sailing

Christoph Caviezel, Kommunikation und Marketing


Autor: Walter Rudin
Bearbeitet: Diana Fäh
Fotos: zVg