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Die Preisträger

Maud Jayet, Anja von Allmen, Eric Monnin, Alan Roura, die Swiss Foiling Academy und Team Alinghi heissen die Preisträger der 7. SUI Sailing Awards. Für einmal fand die Preisverleihung nicht in Form eines Galaabends statt, sondern wurde als Roadtrip durch die Segelschweiz inszeniert.

Junior Sailor of the Year

© Birdviewpictures

Anja von Allmen (RCO, YCSp, GYC, DRCS)
Europameisterin 2020, Weltmeisterin 2019 - Anja von Allmen hat den Titel als Junior Sailor of the year mehr als verdient. Die Spiezer Laser-Seglerin zeigte sich trotzdem bei der Preisverteilung völlig überrascht, und meinte, nachdem sie ihre Sprache wiedergefunden hatte: «Das ist eine grosse Ehre für mich und eine grosse Quelle der Motivation. Vielen Dank an Swiss Sailing und meinen Trainer Damir Nakrst, mit dem ich seit vielen Jahren zusammenarbeite und dem ich diese Erfolge verdanke.» Für die Seglerin vom Thunersee wird das Wassertraining sehr bald wieder losgehen, um sich auf die Europacups, die Europa- und Weltmeisterschaften dieser Saison vorzubereiten.

Palmarès
Die Berner Oberländerin Anja von Allmen hat in ihrer jungen Segelkarriere bereits einiges vorzuweisen. Als 15-Jährige sicherte sie sich zur Krönung ihrer Opti-Laufbahn an der WM in Zypern die Bronzemedaille bei den Mädchen und wechselte dann zur 4.7-Laser-Klasse, wo sie letztes Jahr überraschend den WM-Titel bei den Girls holte. Dieses Jahr schaffte sie sogar das Double, an den Youth European Ende August im portugiesischen Vilamoura holte sie EM-Gold. In der Zwischenzeit hat die Spiezerin zur Laser-Radial-Klasse gewechselt. Anfang September klassierte sie sich an der Schweizermeisterschaft auf dem Silvaplanersee als beste Frau auf Rang 10! 2024 möchte sie im Laser Radial um olympische Medaillen kämpfen.

Female Sailor of the Year

© Birdviewpictures / Sailing Energy

Maud Jayet (SNG)
Female Sailor of the year ist Maud Jayet aus Lausanne (VD). Die 24-jährige Studentin konnte sich in den letzten Jahren auf der Laser-Jolle in der Weltelite etablieren und ist für die Olympischen Spiele im Sommer qualifiziert. Bereits fünfmal war sie für einen Award nominiert, bisher aber stets leer ausgegangen. Umso grösser war ihre Freude, dass es jetzt endlich geklappt hat: «Es ist eine Anerkennung für all die Jahre harter Arbeit. Ich freue mich, die Schweiz in Tokio vertreten zu dürfen und hoffe auf ein gutes Resultat.» 

Palmarès
Die 24-jährige Studentin aus Lausanne wechselte nach ihrer Opti-Laufbahn mit 14 Jahren zum Laser 4.7, wo sie auf Anhieb einen 5. WM-Platz (U16: 1. Platz) erreichte. Ein Jahr später stieg sie auf die olympische Bootsklasse Laser Radial um und konnte dort ihre guten Ergebnisse bestätigen. Mit einem hervorragenden 9. Platz an der WM in Aarhus 2018 sicherte sie der Schweiz den ersten Nationenplatz für die Olympischen Spiele in Tokio. Im 2019 folgten regelmässige Platzierungen in den Top 20, einschliesslich einem 3. Rang am Weltcup in Genua. Nach einem 16. Platz an der WM in Australien konnte sie mit einem 5. Platz an der hochkarätig besetzten EM im polnischen Danzig Mitte Oktober 2020 ihre Ambitionen für Tokio wahren.

Male Sailor of the Year

© Birdviewpictures

Eric Monnin (SCStä, RVB)
Eric Monnin darf sich Male Sailor of the year nennen. Der Tausendsassa vom Zugersee war zweimal Match Race Europameister, erster der Weltrangliste und holte nebenbei mehrere SM-, EM- und WM-Titel in verschiedenen Bootsklassen. «Ich hoffe, dass wir im neuen Jahr an unsere Match Race Erfolge anschliessen können» sagte er bei der Preisübergabe. Eric Monnin wird sich 2021 auch als Teamleader der Schweizer Nationalmannschaft bei der Star Sailors League engagieren. Der Gold Cup sei etwas Neues und Wichtiges für den Segelsport in der Schweiz und international, er freue sich schon auf den ersten Testevent.

Palmarès
Der doktorierte Physiker vom Zugersee gilt als einer der besten Match Racer der Welt. Von Oktober 2019 bis Sommer 2020 war er sogar ungeschlagen die Nummer 1 der Weltrangliste. Daneben sorgte Eric Monnin auf anderen Schauplätzen immer wieder für Aufsehen. Davon zeugen mehrere SM-, EM- und WM-Titel in verschiedenen Bootsklassen. Diese Saison gewann Eric Monnin mit seiner Partnerin Ute Wagner die 5 jours du Léman. Zusammen mit Damian Weiss entwickelte er den Monofoil Gonet, einen fliegenden Einrümpfer, der in der Fachwelt viel Beachtung fand. Der 45-Jährige ist seit letztem Jahr zudem Teamchef der Schweizer Nationalelf am Star Sailors League Gold Cup.

Sailing Team of the Year

Ernesto Bertarelli (links) mit Arnaud Psarofaghis
© Birdviewpictures

Alinghi
Sailing Team of the year ist Alinghi. Team Alinghi mit Arnaud Psarofaghis, Bryan Mettraux, Pierre-Yves Jorand, Nils Frey, Coraline Jonet und Ernesto Bertarelli befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs. Es holte 2019 den GC32 WM-Titel und gewann die GC32 Tour mit drei Siegen souverän. Ernesto Bertarelli will 2021 an die Erfolge anknüpfen: «Wir hoffen, dass wir bald wieder GC32 Regatten erleben dürfen. Unser Projekt RTF35 ist letztes Jahr gut gestartet, und natürlich haben wir auch dieses Jahr den Bol d’Or im Visier.»

Palmarès
Team Alinghi befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs. Der achtmalige Gewinn der D35-Trophy ist zwar Vergangenheit, die Formation von Ernesto Bertarelli wird aber garantiert auch auf dem neuen TF35 zu den Favoriten zählen. International fuhr Alinghi vier Siege an den Extreme Sailing Series nach Hause, holte Ende Juni 2019 auf dem GC32 mit Steuermann Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Bryan Mettraux und Yves Detrey im portugiesischen Lagos den Weltmeistertitel und gewann die GC32 Tour mit drei Siegen souverän.

Sailing Project of the Year

V.r.n.l.: Julien Monnier, Louise Thilo, Patrick Huguenin
© Birdviewpictures

Swiss Foiling Academy
Dem Foiling gehört die Zukunft im Segelsport. Die Swiss Foiling Academy ermöglicht über ein Schulungszentrum jungen Amateuren den Zugang zu den Foilern der neuen Generation. Die Non-Profit-Organisation mit Sitz in Lausanne wurde zum Sailing Projet of the Year gewählt. «Heuer werden etwa 30 Junge an Wochenkursen oder Foiling Camps teilnehmen», verrät Julien Monnier von der Academy. Neben den Flying Phantoms wird diese Saison auch eine GC32 zum Einsatz kommen.

Palmarès
Zum ersten Mal gibt es in der Schweiz eine Institution, die es jungen Amateuren ermöglicht, Profi im Foil-Segeln zu werden. Die Swiss Foiling Academy richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahren und bietet über ein Schulungszentrum den Zugang zu Foilern der neuen Generation wie dem Flying Phantom oder dem GC32. Unter der Leitung von Julien Monnier überwacht ein Team von Profis und Semi-Profis das Akademieprogramm und nimmt regelmässig an grossen Segelregatten teil. Die Non-Profit Organisation mit Sitz in Lausanne startete 2019 mit acht Teilnehmern, trotz Corona wurden 2020 bereits dreissig Nachwuchstalente registriert.

Public Award of the Year

© Swiss Sailing

Alan Roura
Obwohl es Alan Roura an der Vendée Globe nicht nach Wunsch lief, lag er in der Gunst des wählenden Publikums ganz oben und sicherte sich dadurch zum zweiten Mal nach 2019 den Publikumspreis. Nach 95 Tagen rund um die Welt wieder nach Les Sables d’Olonne zurückgekehrt, konnte der Genfer Offshore-Segler nicht nur Frau und Kind in die Arme schliessen, sondern auch den SUI Sailing Public Award entgegennehmen. «Ohne die Unterstützung aus meinem Umfeld hätte ich das nicht geschafft. Jetzt kann ich wieder lachen und bereits an die nächste Ausgabe denken», meinte er.  

Palmarès
Der frischgebackene Papa aus Genf macht sich zum zweiten Mal daran, die Welt zu umsegeln. Bereits 2017 hatte er an der Vendée Globe als jüngster Teilnehmer mit einem der ältesten Boote im gesamten Feld mit einem 12. Platz geglänzt. Mit seiner La Fabrique möchte er diesmal ganz vorne mitmischen. Das Boot ist zwar auch nicht das neuste Modell, Alan Roura und sein Team haben es aber umgebaut und mit Foils ausgestattet. Im Sommer 2019 gelang ihm damit ein neuer Rekord an der l'Atlantique Nord en solitaire en monocoque. Obwohl er wegen der Geburt seiner Tochter auf die Teilnahme an der Vendée-Arctique-Les Sables verzichtet hat, startet er voller Zuversicht zur neuen Ausgabe des «Everest der Meere».

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